Die letzten Tage waren etwas arbeitsreich und voller Hürden. Viel von den Sonntagen war nicht mitzukrigen. Aber es hat sich gelohnt und ich kann euch ein neues Projekt präsentieren, an dem ich zukünftig mitarbeiten werde: Zielone – das Magazin für urbane und digitale Kultur. Dessen Schwerpunkte liegen auf kulturellen Entwicklungen in Neukölln und im Netz. Insofern gehe ich davon aus, dass sich Zielone und das Schillerkiezblog in Teilen überschneiden, vor allem aber befruchten werden, auch wenn beide Seiten ihre jeweils eigenen Aspekte beleuchten werden. Viel Spaß auch euch damit.

Keine Wahl

2. November 2010

Ich hab mich ja schon mehrfach über die Standort-Erkennung via IP-Adresse aufgeregt, weil man inzwischen regelmäßig von US-Anbietern auf die deutschen Seiten umgeleitet wird. Auf denen ist dann sehr selten das zu finden, was man sucht. Einige bringen es sogar soweit, dass sie dann nichtmal eine Möglichkeit bieten, manuell auf die englische Version zu wechseln. Aber die Technik kann auch seltsame Blüten treiben. “No local election news for Berlin”, wurde mir heute vom US-Yahoo mitgeteilt. Also nicht blind der Technik vertrauen und dran denken: In Neukölln kann man heute keine Stimme für irgendwelche Kongress-Abgeordneten, Senatoren oder Gouverneure abgeben. Nicht mal in der Weserstraße ;)

Eine Hymne für den Kiez

6. Oktober 2010

Es dauert wohl nicht mehr lang, dann können wir folgendes einfach so übernehmen:

Schön gesagt

4. Mai 2010

Kleiner Nachtrag zum 1. Mai. Auch Don Alphonso hat da mal was angemerkt und ich häng mich da mal kopfkickend dran.

Die angeblichen Revolutionäre liefern genau das, was die Medien brauchen, um auch noch am 1. Mai von ernsten Themen abzulenken, sie stehen dann für den Sinn des Tages, wie er medial rüberkommt, sie diskreditieren genau die arbeitenden Menschen, die sie selbst nicht sind, und die sie verachten. Sage bitte keiner, dass die Autonomen eine Revolution wünschen, bei der sie dann an die Werkbänke dürfen – das wollen die ebensowenig wie ihre Neffen, die Berliner Blogunterschichtler, die nach Grundeinkommen ohne Bedingung plärren.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Da fällt man doch echt vom Glauben ab. Das Projekt “Gratis-WLAN in der Berliner Innenstadt” ist vom Tisch. Das Problem ist nicht etwa die Finanzierung, nein:

Eine Einigung sei jedoch daran gescheitert, weil die meisten Straßenlaternen aus städtebaulicher Sicht und die Ampeln wegen technischer Schwierigkeiten nicht für die nötigen Sendeantennen zur Verfügung stehen.

Das schreibt die ‘Berliner Morgenpost‘. Man hat also erstens Angst, dass WLAN die Ampeln zu falschen Schaltungen veranlasst. Zweitens dürfen die Antennen die tollen historischen Laternen nicht verschandeln. Ey geht’s noch? Zugang zum Internet ist in einer sich modern gebenden Stadt für die meisten Menschen einfach mal wichtiger als eine hübsche alte Lampe an der Straße!

Ausflug nach Thailand

2. Januar 2010

Da es neulich im Podcast ja auch um das Magazin ‘Datum‘ ging, will ich euch eine aktuelle, beispielhafte Geschichte natürlich nicht vorenthalten.

Österreichische Gerichtsmediziner wurden in Thailand nach der Tsunamikatastrophe im Jahr 2004 von der Arbeit an Leichen ausgeschlossen. Sie schnitten den Toten Hände und Kiefer ab. Abgeschaut haben sie sich das von den Deutschen.

Das BKA als verantwortliche Stelle will sich dazu – “um eine mögliche erneute Traumatisierung der Angehörigen der Opfer auszuschließen” – nicht äußern.

Kackende Klimakiller

26. Oktober 2009

Liebe Hundebesitzer, eure Tiere kacken hier nicht nur ständig die Wege zu, sie sind auch mitverantwortlich für die Klimakatastrophe!

The eco-pawprint of a pet dog is twice that of a 4.6-litre Land Cruiser driven 10,000 kilometres a year

Sagen die Forscher von der Victoria University – stimmt also.

Die Siegener Okerstraße

24. September 2009

Die Stadt Siegen hat einer ihrer Einwohnerinnen ein lebenlanges Grünflächenbetretungsverbot erteilt (Videobeitrag beim WDR). Ihr Vergehen: Sie saß mit zwei Freunden auf einer Parkbank und ihre beiden Begleiter tranken zum Feierabend ein Bier. Das klingt ganz nach einem Einsatz der Task Force Okerstraße.

Blick nach Sachsen

1. September 2009

Da brauchte es nun schon etwas Zeit zum Verdauen: Sonntag Abend. Wahlberichterstattung in der ARD. Sachsen ist dran. In der Politiker-Riege steht mit voller Normalität auch Herr Apfel von der NPD, der erneut (wenn auch mit klaren Verlusten) in den Landtag einziehen konnte. Kann es noch schlimmer werden?

Aber natürlich, immerhin sind wir hier beim deutschen Journalismus. Laut ARD-Moderator (Name leider vergessen) ist die NPD also eine Protestpartei. Also doch keine faschistische Organisation, die laut Grundgesetz eigentlich verboten sein müsste? Herr Apfel hielt dem entgegen, dass man jetzt keine Protest- sondern eine Weltanschuungspartei sei, die in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Reaktion der anwesenden Politiker inklusive Linke: Keine!

Das war schon recht harter Tobak und zeigt, worauf man sich einstellen kann, wenn man den Kampf gegen die braune Brut nicht selbst in die Hand nimmt.

Freiheit statt Angst

20. Juli 2009

Freiheit statt Angst. Die Demonstration. Am 12.09.2009 wieder in Berlin.