Ich im Radio

26. April 2011

Ich hatte heute die Ehre, gleich bei der ersten Ausgabe des Kiezradios, eines neuen Podcasts über das Leben in Neukölln, dabei zu sein. Wir haben gemütlich in der Selchower Straße gesessen und haben uns ein bisschen über den Schillerkiez, das Tempelhofer Feld und einige Dinge drumrum unterhalten. Hat Spaß gemacht und ich hoffe, dass das Projekt noch viele gute Sachen hervorbringt.

Geschafft

1. Januar 2011

Damit wäre das Jahr nun also geschafft. Es machen ja alle gern große Jahresrückblicke. Das verkneife ich mir an dieser Stelle aber mal, da 2010 dem nicht so recht würdig ist. Ich drücke lieber die Daumen, dass das neue Jahr sich mehr Mühe gibt. Euch allen also ein gesundes und spannendes 2011!

Machs gut…

20. Dezember 2010

Dieses Jahr erlebt in meinen Augen eine dramatische Fortsetzung. Auch wenn man Menschen sicher nicht mit Tieren gleich setzen kann, ist doch klar, dass Gefühle Freunden gegenüber immer stark sind – in welcher Form auch immer.

Zebu ist von uns gegangen. Der coolste Hund Neuköllns und der Blogosphäre. Ein Champion, wenn man so will. In ihm stecken viele Erinnerungen an gute Stunden im Sandmann und an sein liebenswürdigs Rudel. Durch Zebu wurden mir neue Horizonte erschlossen, was die Bedeutung des Netzes für Nischengruppen angeht.

Meinerseits bleibt mir nur die Möglichkeit, Jörg und Gabi viel Kraft zu wünschen. Ich bin im Herzen bei euch und voller Traurigkeit. :(

Zebu im Auftrag einer geheimen Organisation unterwegs

(Foto: Schockwellenreiter)

Schillerkiezblog schließen?

1. Dezember 2010

Sollte der neue Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV) nicht doch noch in letzter Sekunde verhindert werden, muss ich mir auch Gedanken machen. Ich habe zwar nicht das Gefühl, dass ich hier schon Sachen publiziert habe, die irgendwie mit dem Jugenschutzrecht in Konflikt geraten könnten, aber ein Experte dafür bin ich nun wahrlich nicht. Zumindest wäre es aber wohl der Tod für die Kommentar-Funktion, da ich manchmal schon ein paar Tage nicht dazu komme, immer aufzupassen, dass da nichts Schlimmes drin steht. Die Option, das Blog anonym auf einem ausländischen Server zu betreiben, besteht nun wegen der thematischen Ausrichtung gar nicht und auch eine Abschaltung zwischen 6 und 20 Uhr wäre mir zu blöd.

Einige haben ja schon angekündigt, ihr Blog zum Jahreswechsel zu schließen. Ich werde es aber wohl mit anderen halten, und zumindest so lange abwarten, bis die erste Abmahnung ins Haus flattert. Aber vielleicht geschehen ja doch noch Zeichen und Wunder und dieses Machwerk aus den Federn einer Reihe von Internetausdruckern bleibt uns erspart.

Literatur im Netz

5. Oktober 2010

An dieser Stelle mal etwas in fast eigener Sache, bei der zwei Dinge zusammenkommen, von denen ich fest überzeugt bin: 1. Es gibt im Netz für nahezu alles einen Platz, eine Plattform und eine interessierte Zielgruppe. 2. Das Netz ist der ideale Ort, um Inhalte zugänglich zu machen, die Gefahr laufen, aus unterschiedlichsten Gründen nur in begrenztem Rahmen oder vielleicht bald gar nicht mehr zugänglich zu sein.

Wir experimentieren deshalb mal damit, Literatur ins Netz zu bringen. Konkret geht es um Kurzgeschichten, für die sich das Blog-Format ganz gut umfunktionieren lässt. Unter annazielona.wordpress.com wird in den kommenden Wochen Anna Zielonas Kurzgeschichten-Band “Nasty”, der vor einiger Zeit in einer Kleinauflage erschien, nach und nach online veröffentlicht. Es lohnt sich also, regelmäßig reinzuschauen. Ich für meinen Teil bin zumindest überzeugt, dass es sich um sehr gute Texte und Geschichten handelt und werde mich daher bemühen, dass Projekt so gut es geht, technisch zu begleiten. Viel Spaß beim Lesen.

Gesucht

1. August 2010

Und hier mal wieder eine Kleinanzeige: Gesucht wird ein Schrank oder eine Vitrine aus Holz mit einem Innenraum von etwa 50 x 80 x 60 Zentimetern. Etwas größer ginge auch, nur sollte es nicht zu riesig sein. Kann ruhig nicht mehr im Top-Zustand sein, aber halbwegs brauchbar noch, wäre super. Wer also so etwas hat und es gratis oder billig abgeben will, statt es auf den Sperrmüll zu bringen, kann sich gerne melden.

Ein paar Sachen

1. Juli 2010

An erster Stelle erstmal ein Dankeschön an die edlen Spender, die dieses Blog über Flattr mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedacht haben. Die ersten Tage, in denen ich den Dienst nun nutze, brachten 96 Cent ein. Das klingt nicht viel, ist aber schon mehr, als in allen Versuchen, die Hosting-Kosten über Werbung auszugleichen. Und ich gehe davon aus, dass es auch noch etwas mehr wird, wenn wieder mehr Zeit meinerseits zum Schreiben ist und Flattr insgesamt mehr Nutzer bekommt. Geht es weiter wie bisher, wären ja zumindest schonmal die jährlichen Domaingebühren locker wieder drin.

Zwei Tage spielfrei bedeuten außerdem, auch während einer WM mal schnell Zeit für etwas anderes zu finden. So ist es möglich, mal schnell eine Bundespräsidenten-Wahl zwischenzuschieben oder eben auch etwas wichtigeres, wie eine Stadtteilversammlung. Diese findet heute Abend um 8 Uhr in der Langen Nacht statt. Mal schauen was rauskommt.

Vielleicht erfährt man da auch Näheres zum anstehenden Weisestraßenfest im August. Das würde ich ja gern in irgendeiner Form unterstützen bzw. das Schillerkiezblog daran teilnehmen lassen. Leider war noch keine Zeit, ein Vorbereitungstreffen zu besuchen (Montage sind mal so richtig ungünstig).

Soweit mal ein kleiner Zwischenüberblick. Weiter geht’s mit wichtigen Dingen. ;)

Flattern

6. Juni 2010

Bloggen kostet Geld. Neben der Servermiete kam zuletzt einiges an Technik hinzu: Fotokamera, Videokamera und ein Audiorecorder zum Podcasten. Aber es ist ja völlig normal, das man in sein Hobby investiert. Das macht man ja auch, wenn man eine Modelleisenbahn oder eine Briefmarkensammlung hat. Es ist aber auch nicht verkehrt, wenn hin und wieder mal ein bisschen was zurückkommt. Bisher gab es dafür eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Werbung oder Spenden. Allerdings sind die Nutzerzahlen bei einer Seite wie dem Schillerkiezblog zu gering, als dass Werbung mehr als einige Cent bringt. Und die Summen, die jemand bereit ist zu spenden, sind zu gering, als das sich eine Überweisung oder so etwas lohnen würde.

Aber nun gibt es ja Flattr. Jeder kann sich da anmelden und festlegen, wieviel ihm kostenlose Angebote im Monat wert sind (ab 2 Euro aufwärts). Trifft man dann auf Blog-Beiträge oder ähnliches, die man mag, genügt ein Klick auf den Flattr-Button. Am Monatsende wird dann das festgelegte Budget gleichmäßig an alle verteilt, denen ein Klick gespendet wurde. Oder wie es Holgi kurz und treffend ausdrückte: “Das was ich monatlich an Flattr zahle, ist mein Beitrags Fürs Internet.” Also meldet euch an. Dann könnt ihr gern auch hier hin und wieder mal auf den neu hinzugekommenen Flattr-Button klicken. Danke schonmal.

herzlichen Glückwunsch zu deinem zweiten Geburtstag. Damit bist du für Internet-Verhältnisse ja schon aus dem Gröbsten raus. Unsere gemeinsame Zeit war auf jeden Fall schon recht interessant und ich hoffe, dass wir noch viel Zeit miteinander verbringen werden. Es wird ja gerade erst richtig spannend. Leider hatte ich zuletzt manchmal etwas wenig Zeit, mich um dich zu kümmern, deshalb hat vor allem die Fortsetzung der Podcasts etwas gestockt. Aber auch da geht es sicher bald weiter.

Ich wünsche dir, dass uns die Leser weiter gewogen bleiben und sich öfter trauen, deine Kommentarfunktion zu nutzen oder auch Hinweise auf Themen oder Veranstaltungen zu schicken. Ich bekomm ja auch nicht unbedingt alles mit. Dann also auf die nächsten Jahre.

Dein Autor

PS: Passend zum Anlass hat nun auch die ‘taz’ den Schillerkiez für sich entdeckt und widmet ihm eine Langzeit-Serie.

Ein paar Daten

20. April 2010

Habe soeben mal etwas in den Statistiken gestöbert. Es ist immerhin recht interessant, wie Besucher so auf das Blog aufmerksam werden und das will ich der geneigten Öffentlichkeit nicht vorenthalten. Insbesondere die Keywords, mit denen das Schillerkiezblog in Suchmaschinen gefunden wird, sind aufschlussreich. Neben den zu erwartenden Verdächtigen wie “schillerkiez” oder die Namen von hier erwähnten Lokalitäten, finden sich auch Kuriositäten. So steht das Blog beim Suchbegriff “musike” schon auf Rang 5 bei Google. Aber auch Nutzer, die nach “augenbrauen neukölln”, “kuhmilch schnaps” oder “bordell erlangerstr.10″ suchten, sind hier gelandet. Ein Besucher fand sogar bei der Anfrage nach “briefkästen für hinter die eingangstüre” hierher. Weitgehend verschlossen blieb mir allerdings, welche Informationen sich ein Nutzer mit der Frage “hat der kiez am feiertag auf” erhoffte. Ich würde aber einfach mal sagen: Ja!

Aus den Statistiken lässt sich aber auch Faktenmaterial ablesen. So kann ich mich derzeit bei rund 500 Besuchern im Monat für ihr Interesse bedanken. Die meisten kommen verständlicherweise aus Berlin, aber auch in Chicago, Los Angeles, Dublin, Santiago de Compostela, Paris, Lille, Nantes, Le Mans, Walbrzych, Budapest, Wien, Graz, Oberalm, Bergen, Oslo, Moskau, Kazan, Suzhou, Hangzhou und Guangzhou wurde das Treiben im Schillerkiez binnen der letzten dreißig Tage verfolgt.