Los geht’s
21. August 2010
Feiern und mehr
16. Juli 2010
Es gibt nun handfeste Daten zum Weisestraßenfest 2010. Ich freue mich da ja schon eine Weile drauf – vor allem weil es ein selbstorganisiertes Fest ist, das nicht unter der Finanzierungsknute des Quartiersmanagements und der Bezirksverwaltung steht, bei deren Kiezfesten ja durchaus auch mal ein unliebsamer Teil der Nachbarschaft ausgegrenzt wird. Ein ganz anderer Grund zur Freude: YOK (Quetschenpaua) wird spielen. Wusste gar nicht, dass der noch aktiv und nicht die alten selbstgebastelten Kassetten das einige Überbleibsel ist.
Aber hier mal der Wortlaut der Vorbereitungsgruppe:
Liebe AnwohnerInnen, Liebe RestberlinerInnen,
Wir alle wissen, dass sich die Lebens- und Wohnsituation, nicht nur hier in Neukölln, in den letzten Jahren keinesfalls verbessert hat:
- Einkommenseinbußen (explodierende Lebenshaltungskosten…), steigende Mieten
- Rassismus, Fremdenfeindlichkeit,
- der Umgang mit dem Tempelhofer Feld
- Gängelung durch Arbeitsamt, 1-Euro-Jobs usw.Mit dem Straßenfest wollen wir informieren über das, was derzeit im Kiez passiert und wogegen sich die Menschen wehren. Wir vertrauen nicht auf Bezirksamt oder Quartiersmanagement, deren Interessen nur bei der restlosen Verwertung unseres Kiezes liegen. Verschiedene politische Gruppen und Initiativen werden über ihre Arbeit informieren.
Hier ist Raum und Zeit für ALLE Leute von hier und anderswoher, um sich näher kennenlernen und austauschen zu können.
Laßt uns also miteinander reden und feiern – und denkt daran: Allein machen “sie” Dich ein…
Live: Berlin Boom Orchestra (Ska Reggae), YOK (Pocketpunk mit Quetsche), TFS (Rap), Müllsch (Punk) + Special Guests UND Essen und Trinken, jede Menge Infos, politische Filme und Diskussionsveranstaltungen in der Lunte, After Show Party im Syndikat
Also kommt alle!
Schöner baden mit der JU
12. Juli 2010
Ein Besuch im Columbiabad war eine der besten Optionen, den gestrigen Tag halbwegs unbeschadet zu überstehen. Natürlich war es sehr voll, aber trotzdem noch recht angenehm. Zumindest kein Anzeichen mehr vom Stress des Vortages, als das Bad geräumt und vorzeitig geschlossen wurde, weil sich eine Reihe jugendlicher Hitzköpfe eben jene einschlagen wollten. Ein leicht verletzter Sicherheitsmitarbeiter bei rund 60 Beteiligten war das Ergebnis. Da ist ja echt in jeder Brandenburger Kleinstadtdisco mehr los.
Aber nichts kann unbedeutender genug sein, als dass nicht die Junge Union ihren Senf dazu abgeben müsste. Die Truppe sieht in dem Vorfall wohl grad ein ideales Feld, um schonmal auszuprobieren, wie man später als Sicherheits-Politiker oder Innenminister so reagieren kann:
“Wir fordern, dass direkt nach Gewaltvorfällen das betroffene Schwimmbad eine Woche geschlossen bleibt. Nur durch eine direkte Reaktion kann es Lerneffekte geben”
sagte Conrad Clemens, seines Zeichens Vorsitzender der Jungen Union Berlin und gebürtiger Neuköllner. Na das ist doch mal wirklich ein einfallsreicher Vorschlag. Vielleicht lässt sich dieses grandiose Konzept ja auch auf andere Bereiche ausdehnen. Wie wärs denn z.B. mit Schulen: Schlägerei auf dem Pausenhof? – Eine Woche zumachen! Oder Kreuzungen: Unfall mit Verletzten wegen Missachtung von Rot? Eine Woche Straße sperren! Irgendwann lernen die Leute das dann schon!!1!
Burger auf türkisch
20. Juni 2010
Heute mal wieder ein kulinarischer Tipp. An der Einmündung der Mahlower Straße in die Hermannstraße steht ein kleines Imbiss-Häuschen namens “Mc Köfte”. Die Betreiber locken ihre Kunden mit dem Motto: “Einmal gegessen, nie mehr vergessen.” Das klingt hochtrabend, ist aber gar nicht so weit von der Realität entfernt – zumindest was die bisherigen Tests angeht.
Das Angebot besteht im Wesentlichen aus den Ergebnissen dessen, was eben herauskommt, wenn man versucht, türkische Helal-Esstradition in US-amerikanische Formate zu pressen. So steht neben herkömmlichen Burgern auch Sucuk mit Käse im Toast auf der Speisekarte. Das zentrale Hausgericht ist aber der “Köfte Burger”, der mit einem Burger eigentlich nur soviel zu tun hat, als dass diverse Zutaten zwischen die Hälften eines Bäckereiproduktes getan werden. Statt dem üblichen Milchbrötchen wird hier aber ein kleines türkisches Weißbrot mit reichlich Köfte und Gemüse gefüllt. Das ist deutlich mehr als eine Mahlzeit gegen den kleinen Hunger zwischendurch und wird von den freundlichen Betreibern gegen ein vergleichsweise geringes Entgeld von 3 Euro abgegeben.
Nachlese
13. Juni 2010
Die “Salon A”-Reihe, in der Datum-Herausgeber Klaus Stimeder uns allerlei rund um Österreich näher brachte, ist zu Ende gegangen. Für alle, die nicht dabei waren, etwas verpasst haben oder wegen des dritten Begrüßungsschnapserls nicht mehr alles mitbekommen haben, gibt es jetzt eine komplette Nachlese mit den Videos aller Abende und einigem an Bonus-Material.
Auf ein Letztes
2. Juni 2010

Am kommenden Samstag lädt der Froschkönig in der Weisestraße 17 zum letzten Mal zum Salon A: DATUM-Herausgeber Klaus Stimeder (hier im Schillerkiez-Podcast) präsentiert im Rahmen des österreichischen Kultursalons in Berlin Lustiges, Grausiges, Lässiges, Bemerkenswertes made in Austria mit dem Besten aus sechs Programmen und zahlreichen Bonustracks. Los geht es um 21 Uhr.
PhoneyIsland
12. Mai 2010
Das PhoneyIsland Caberet gastierte am vergangenen Samstag in der “Langen Nacht“. Nach Bundesligafinale und der seltsamen Tempelhof-Aktion war das ein mehr als würdiger Ausklang des Tages.
Eine ganze Gruppe von Musikern verschiedener Richtungen spielte auf der eigens in die Kneipe gebaute Bühne. Und das ganze auch noch gratis. Letzteres war aber kein Problem, da viele Leute Qualität eben doch zu schätzen wissen. Und so landete am Ende bei weitem nicht nur Kleingeld im Hut.
Zum Scheitern verurteilt
15. April 2010
Montag war ja die Stadtteilversammlung, in der es um den Gentrifizierungsprozess im Allgemeinen und das Quartiersmanagement mit seiner Task Force Okerstraße im Besonderen gehen sollte. Jetzt habe ich extra etwas abgewartet, um das Ganze etwas sachlicher zu sehen, was aber nicht ganz klappt. Die Verärgerung bleibt.
Profan Bier
4. April 2010
Endlich ist es da! Ab heute ist “Profan Bier” in den ersten Läden zu haben. Unter anderem in der Langen Nacht. Die neue Biermarke der Berlinfabrik wurde ja bereits im letzten Podcast besprochen. Es ist wirklich lecker geworden.
Es ist Karfreitag…
2. April 2010
…und es herrscht Tanzverbot. “Betrunkene Kirchenlieder” wären ein guter Konter, aber so subtil bekommt man im Circus Lemke wohl keine Terminplanung hin und das Konzert fand schon vor einer Woche statt. Aber macht nichts, dann stell ich das hiermit mal richtig.
Nathan Vanderpool vs. Einar Stenseng – “Betrunkene Kirchenlieder”. 27.März 2010 im Circus Lemke. Es gab fast kein Licht, was der Athmosphäre ja aber vielleicht sogar zuträglich ist.



