1. Mai für alle
28. April 2010
Die Gewerkschafts-Oberen des DGB Berlin beanspruchen am 1. Mai das Meinungsmonopol. Einfach hinnehmen muss man das nicht. Hiermit sei daher ein Offener Brief des Bündnisses “Wir zahlen nicht für eure Krise” dokumentiert:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Es verstößt unserer Meinung nach in elementarer Weise gegen den Grundsatz der Überparteilichkeit der Gewerkschaften und deren weltanschauliche Offenheit, dass vom DGB-Ausschuss zur Vorbereitung der 1.Mai-Demonstration und Kundgebung versucht wird, linke, revolutionäre und klassenkämpferische Kräfte auszugrenzen. So wird verschiedenen linken Parteien, Organisationen und Initiativen das Recht zur Durchführung von Informationsständen rund um das Brandenburger Tor verweigert. Gleichzeitig sieht der DGB-Ausschuss kein Problem darin, dies der SPD und CDU in Form ihrer Arbeitsgemeinschaften zu genehmigen. Im letzten Jahr wurde in Einzelfällen sogar Polizei und Ordner eingesetzt um solch undemokratische Ausgrenzungspolitik durchzusetzen. Linke Kräfte und Migrantenorganisationen, die sich mit eigenen Losungen und Forderungen an der DGB-Demonstration beteiligen, sollen zudem an das Ende der Demonstration verwiesen werden.
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Natur pur
12. April 2010
Eine Woche nahezu abseits der Zivilisation. Natur. Berge. In Laufentfernung zum Rennsteig liegt im südlichen Thüringer Wald die Ferien- und Freizeitanlage “Im Waldgrund“. Wem der Trubel Berlins irgendwann einmal zu viel wird, der findet hier eine preiswerte Möglichkeit, ein paar Tage abzuschalten. Einige Eindrücke der letzten Tage gibt es bei Flickr:
Abschied
2. September 2009
Wie damals erhofft, hat Kater Igor immerhin noch einen weiteren Geburtstag erlebt. Nach über 17 Jahren ging es nun aber in der letzten Nacht zu Ende. Die Nachfolgen der Krankheit forderten ihren Tribut.
Mir bleibt nur ein Rückblick und Dank für die letzten zehn Jahre, die gemeinsam gelebt wurden. Unverhofft kam er damals bei mir als noch relativem Neuberliner in Alt-Mariendorf unter und begleitete mich später nach Neukölln. Das Wohnen in einer WG war für uns beide ein Abenteuer, nicht weniger aber auch die beiden darauf folgenden Stationen. Immerhin war es ihm vergönnt, in seinem letzten liebgewonnenen Zuhause einzuschlafen.

Wichtige Aufgaben
8. Dezember 2008
Ich hatte heute eine sehr wichtige Aufgabe bei der Nikolausfeier der Rotfüchse aus Neukölln und Treptow:
Vorbereitungen
8. November 2008
Vorbereitungen auf manche Ereignisse verursachen sehr eigenartige Gefühle. So zum Beispiel der auf den sicher bevorstehenden Abschied von liebgewonnenen Geschöpfen. Fast zehn Jahre wohnt nun schon ein Kater namens Igor mit mir zusammen. Mit seinen 16,5 Jahren ist er in einem stattlichen Alter und war kürzlich erstmals schwer erkrankt. Ein sicheres Zeichen, dass das zur Gewohnheit gewordene Zusammensein nicht von Ewigkeit sein wird. Aktuell geht es ihm weitgehend wieder gut, wenn auch der alte Zustand voraussichtlich nicht wiederkehren wird. Zumindest besteht aber alle Hoffnung, dass noch ein oder mehrere Geburtstags drin sind.
Etwas anders sieht es bei Eris, einer meiner Farbmäusinnen, aus. Bei ihr geht es jetzt darum, den richtigen Augenblick nicht zu versäumen. In den kommenden Tagen soll sie noch einmal bekommen, wofür sie lebte: Aufmerksamkeit, Pinienkerne usw. Ein Tumor ist inzwischen in ein sehr schnelles Wachstum übergegangen. Das Laufen fällt schon schwerer und in den kommenden Tagen muss ich wohl die Verantwortung wahrnehmen, Lebenswillen und Leiden gegeneinander abzuwägen.
Soweit so gut oder auch schlecht. Der Bogen zum (sehr erweiterten) Kiez ist an dieser Stelle schnell zu ziehen. In den letzten Wochen hatte ich Gelegenheit, eine beeindruckende Tierärztin kennenzulernen. In der Passage an der Karl-Marx-Straße betreibt Christine Berger ihre Praxis. Ihre ganze Hingabe gilt dem Wohl ihrer Patienten, notfalls auch mal unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten ihrer “Besitzer”. Ein Besuch kostet Zeit, oft viel Zeit, zahlt sich aber letztlich in allen Belangen aus. Demnächst wird auch der Lebensweg einer neugierigen, mutigen Maus bei ihr zu Ende gehen.
Novemberglück
3. November 2008
Pünktlich zum November ist es kalt und ungemütlich geworden. Das hat allerdings seinen Vorteil: Man vergisst nicht, das Fenster beim Verlassen der Wohnung zuzumachen. Das scheint angeraten, teilte die Hausverwaltung doch mit, dass ab heute eine Fassadenrenovierung in unserem Hinterhof beginnt und die Wände eingerüstet werden. Im Sommer bestünde durchaus die Gefahr, dass jemand ungebeten im Wohnzimmer steht.


