T-Shirts & Bier

31. Januar 2010

Schillerkiez-Podcast Folge 2. Thema ist diesmal die Berlinfabrik – hier gibt es Mode, Fotos und andere Kunst. Und bald auch Bier. Die Berlinfabrik-Macher Nadine und Martin berichten von ihrer Arbeit. Inklusive Kneipen-Hintergrundgeräuschen als Live-Athmosphäre.

podcast_berlinfabrik

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Sperrmüll-Deko

29. Januar 2010

Wenn man sich schonmal aus dem Kiez rauswagt, weiß man anschließend, was man derzeit noch an seiner direkten Umgebung hat. So geschehen bei meinem Ausflug in die “Frühperle” in der Boddinstraße. Man kann sich dort wohl fühlen – wenn man es gewohnt ist, in Sperrmüll zu leben, und recht stattliche Preise für unterirdischen Service zu bezahlen.

Aber gut. Dem Publikum geht es wohl auch nicht um einen guten Kneipenbesuch, sondern eher um das Teilhaben an einem hippen Trend. Den hat Philip Meinhold in der ‘taz’ so gut auf den Punkt gebracht, dass man gar nichts mehr selbst schreiben braucht:

Multikulti ist gescheitert”, möchte man fast mit Bezirksboss Buschkowsky rufen, angesichts all der integrationsunwilligen Zugereisten aus Restdeutschland, Spanien und Amerika, die den Kiez nur als Kulisse für ihre Partys und ihr Palavern begreifen.

Kiezhüter mit Beißreflex

22. Januar 2010

Schweren Herzens musste ich das erste mal etwas tun, was ich wirklich nicht gerne mache: Einen veröffentlichten Beitrag hier im Blog zurückziehen. Dazu kam es nicht etwa, weil mal wieder ein wildgewordener Abmahn-Anwalt unterwegs war, sondern wegen des Verhaltens einiger meiner Leser.

Es geht um den Beitrag “Leser helfen”, mit dem ich jemanden unterstützen wollte, eine Wohnung im Kiez zu finden. Darin war auch der Preis angegeben, was maximal mit allem Drum und Dran finanzierbar wäre. Der Betrag schien einigen wohl etwas hoch angesetzt. Das “provozierte” offenbar den Beißreflex einiger selbsternannter Kiezhüter.

Es kam zu E-Mails mit Beschimpfungen, und auch einige Kommentare hier waren – nett ausgedrückt – unfreundlich. Es ist schon recht befremdlich, welche Blockwart-Mentalität doch entstehen kann. Da wird einfach jemand unbekannterweise verdächtigt, den Kiez kaputt machen zu wollen, und quasi unterstellt, die Wohnung würde gesucht, um an einem Hype teilhaben zu können. Dass jemand irgendwo hin ziehen will, weil man ohnehin dort auch arbeitet und entsprechend auch schon einige Leute in der Nachbarschaft kennt, entfällt vermutlich der Vorstellungskraft. Hauptsache erstmal drauf hauen. Irgendwie ist das beschämend.

Auffahrgefahr

21. Januar 2010

Im Neuköllner Einkaufszentrum Kindl-Boulevard dürfen Hartz-IV-Empfänger auf dem Weg ins Jobcenter im ersten Obergeschoss die Rolltreppe nicht benutzen. Das Jobcenter Neukölln gibt Sicherheitsgründe an. (…) Bei ihrer Ankunft im Obergeschoss könnten Rolltreppenbenutzer in den Gegenverkehr geraten, der den rückwärtigen Aufgang benutzt hat und nach links ins „Neukundencenter“ will. Wer also am oberen Ende der Rolltreppe stehen bleibt, um diese Abbieger durchzulassen, provoziert dadurch eventuell einen Auffahrunfall mit nachfolgenden Rolltreppenbenutzern.

Das berichtet der ‘Tagesspiegel’ und ich lass das Fenster zu, sonst nervt das Wiehern des Amtsschimmels nachher noch.

Nachts

18. Januar 2010

So sieht die Nacht in Neukölln also wirklich aus. Zumindest aufgenommen mit eine halben Minute Belichtungszeit.

1001nachts

Aktive Abwertung

12. Januar 2010

Die Hamburger bieten ein Abwertungskit mit lauter Tipps an, wie man dem Gentrifizierungs-Prozess durch die Gestaltung der Außenfassade der eigenen Wohnung entgegentreten kann. Da ist vielleicht auch was für uns dabei.

Zaun mit Löchern

11. Januar 2010

Ich hätte einen Tag später den Winter festhalten sollen. Dann wäre mir der Abbau des Flughafen-Zaunes nicht entgangen. Also müsst ihr nun halt im Flughafenkiez-Blog nachschauen.

Feuer frei!

11. Januar 2010

Gestern traten die wintergestählten Heerscharen Neuköllns und Kreuzbergs im Görlitzer Park gegeneinander an. Wer gewonnen hat? Keine Ahnung. So wie es aussieht: Alle!

Schneeballschlacht Goerlitzer Park from RMRS on Vimeo.

Winter

9. Januar 2010

Es ist Winter im Schillerkiez. Vielleicht trügt meine Erinnerung, ich glaube aber, bisher noch keine so lang andauernde Schnee-Zeit in Berlin erlebt zuhaben. Schneefall in dieser Stadt war für mich bisher gleichbedeutend mit tagelangen Matsch-Zuständen. Das musste natürlich bildlich festgehalten werden.

Herrfurthplatz

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Kleinstkriminalität

9. Januar 2010

Ich bin vor einigen Tagen Opfer dessen geworden, was man wohl als Kleinstkriminalität bezeichnen kann. Das Ganze ereignete sich um Weihnachten herum. Mein Fahrrad hatte ich – wie so oft – an eine Laterne im Kiez geschlossen und es später vergessen, mit heim zu nehmen. Die Abholung erfolgte erst nach Weihnachten. Während mein Fahrrad noch immer an seinem zugewiesenen Platz stand, fehlte allerdings die Eisenkette, mit der es zuvor an der Laterne befestigt war. Vermutlich stand das Gefährt nun also einige Stunden bis Tage ungesichert herum, während die Kette vermutlich einem sinnvolleren Einsatzzweck zugeführt worden war.