Schillerkiez Street View

30. April 2010

Dem Aufruf des Schockwellenreiters, selbst Street View zu machen, schließe ich mich doch gern an. Das Vorgehen gegen Google Street View halte ich ebenfalls nicht für einen Schutz der informationellen Selbstbestimmung, sondern für einen Versuch, die Panoramafreiheit auszuhebeln. Deshalb hier gleich mal die Genezarethkirche im Frühling:

Genezarethkirche im Frühling

Und der Weg am Flughafen, der nach meiner Kenntnis gar keinen Namen hat. (Was schreiben die Bürokraten eigentlich in ihre Berichte, wenn da was passiert?)

Weg am Flughafen

1. Mai für alle

28. April 2010

Die Gewerkschafts-Oberen des DGB Berlin beanspruchen am 1. Mai das Meinungsmonopol. Einfach hinnehmen muss man das nicht. Hiermit sei daher ein Offener Brief des Bündnisses “Wir zahlen nicht für eure Krise” dokumentiert:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Es verstößt unserer Meinung nach in elementarer Weise gegen den Grundsatz der Überparteilichkeit der Gewerkschaften und deren weltanschauliche Offenheit, dass vom DGB-Ausschuss zur Vorbereitung der 1.Mai-Demonstration und Kundgebung versucht wird, linke, revolutionäre und klassenkämpferische Kräfte auszugrenzen. So wird verschiedenen linken Parteien, Organisationen und Initiativen das Recht zur Durchführung von Informationsständen rund um das Brandenburger Tor verweigert. Gleichzeitig sieht der DGB-Ausschuss kein Problem darin, dies der SPD und CDU in Form ihrer Arbeitsgemeinschaften zu genehmigen. Im letzten Jahr wurde in Einzelfällen sogar Polizei und Ordner eingesetzt um solch undemokratische Ausgrenzungspolitik durchzusetzen. Linke Kräfte und Migrantenorganisationen, die sich mit eigenen Losungen und Forderungen an der DGB-Demonstration beteiligen, sollen zudem an das Ende der Demonstration verwiesen werden.
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Ein paar Daten

20. April 2010

Habe soeben mal etwas in den Statistiken gestöbert. Es ist immerhin recht interessant, wie Besucher so auf das Blog aufmerksam werden und das will ich der geneigten Öffentlichkeit nicht vorenthalten. Insbesondere die Keywords, mit denen das Schillerkiezblog in Suchmaschinen gefunden wird, sind aufschlussreich. Neben den zu erwartenden Verdächtigen wie “schillerkiez” oder die Namen von hier erwähnten Lokalitäten, finden sich auch Kuriositäten. So steht das Blog beim Suchbegriff “musike” schon auf Rang 5 bei Google. Aber auch Nutzer, die nach “augenbrauen neukölln”, “kuhmilch schnaps” oder “bordell erlangerstr.10″ suchten, sind hier gelandet. Ein Besucher fand sogar bei der Anfrage nach “briefkästen für hinter die eingangstüre” hierher. Weitgehend verschlossen blieb mir allerdings, welche Informationen sich ein Nutzer mit der Frage “hat der kiez am feiertag auf” erhoffte. Ich würde aber einfach mal sagen: Ja!

Aus den Statistiken lässt sich aber auch Faktenmaterial ablesen. So kann ich mich derzeit bei rund 500 Besuchern im Monat für ihr Interesse bedanken. Die meisten kommen verständlicherweise aus Berlin, aber auch in Chicago, Los Angeles, Dublin, Santiago de Compostela, Paris, Lille, Nantes, Le Mans, Walbrzych, Budapest, Wien, Graz, Oberalm, Bergen, Oslo, Moskau, Kazan, Suzhou, Hangzhou und Guangzhou wurde das Treiben im Schillerkiez binnen der letzten dreißig Tage verfolgt.

Kiez von oben

16. April 2010

Hier mal der Schillerkiez von oben. Das Bild wurde kurz vor der Schließung des Flughafens Tempelhof im Herbst 2008 von Julia während eines Rundflugs mit einem Rosinenbomber aufgenommen und dankenswerterweise für dieses Blog zur Verfügung gestellt.

luftbild_schillerkiez

Zum Scheitern verurteilt

15. April 2010

Montag war ja die Stadtteilversammlung, in der es um den Gentrifizierungsprozess im Allgemeinen und das Quartiersmanagement mit seiner Task Force Okerstraße im Besonderen gehen sollte. Jetzt habe ich extra etwas abgewartet, um das Ganze etwas sachlicher zu sehen, was aber nicht ganz klappt. Die Verärgerung bleibt.

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Natur pur

12. April 2010

Eine Woche nahezu abseits der Zivilisation. Natur. Berge. In Laufentfernung zum Rennsteig liegt im südlichen Thüringer Wald die Ferien- und Freizeitanlage “Im Waldgrund“. Wem der Trubel Berlins irgendwann einmal zu viel wird, der findet hier eine preiswerte Möglichkeit, ein paar Tage abzuschalten. Einige Eindrücke der letzten Tage gibt es bei Flickr:

Miniwasserfall

Profan Bier

4. April 2010

Endlich ist es da! Ab heute ist “Profan Bier” in den ersten Läden zu haben. Unter anderem in der Langen Nacht. Die neue Biermarke der Berlinfabrik wurde ja bereits im letzten Podcast besprochen. Es ist wirklich lecker geworden.

Profan Bier

Es sprießt

3. April 2010

Es wird wieder grün im Kiez. Wird irgendwie auch Zeit nach den Schneemassen und dem Rekord an sonnenfreien Tagen.

Es sprießt

Kritik und Jammerei

3. April 2010

Der Sozialwissenschaftler Andrej Holm spricht gegenüber der ‘Körnerpost‘, der Zeitung des Quartiersmanagements Körnerpark, über die “Gefahren der Aufwertung”. Während dort also auch kritische Stimmen zu Wort kommen, jammert das Quartiersmanagement des Schillerkiezes in der ‘Bild’: “Wir wollen Neukölln schöner machen…aber die Linken greifen uns ständig an.”

Es ist Karfreitag…

2. April 2010

…und es herrscht Tanzverbot. “Betrunkene Kirchenlieder” wären ein guter Konter, aber so subtil bekommt man im Circus Lemke wohl keine Terminplanung hin und das Konzert fand schon vor einer Woche statt. Aber macht nichts, dann stell ich das hiermit mal richtig.

Nathan Vanderpool vs. Einar Stenseng – “Betrunkene Kirchenlieder”. 27.März 2010 im Circus Lemke. Es gab fast kein Licht, was der Athmosphäre ja aber vielleicht sogar zuträglich ist.