Vorsicht!
15. Januar 2011
An dieser Stelle noch ein ein Hinweis: Neuerdings laufen auch hier im Kiez Leute herum, die dermaßen sozial geschädigt sind, dass sie versuchen, sich andere Leute mit K.-o.-Tropfen gefügig zu machen. Aktuell führte das dazu, dass jemand mit einer Dosis angegriffen wurde, die lebensgefährlich war. Glücklicherweise kam nicht alles durch, trotzdem heißt es nun erst einmal für einige Wochen, nur noch unter harten Medikamenten klarzukommen. Also passt auf euch und eure Mitmenschen auf und lasst keine Getränke unbeaufsichtigt. Erschütternd, dass hier so sagen zu müssen, wo eigentlich bisher ein angenehmer, fast schon familiärer Umgang miteinander herrschte.
Wachablösung im Frosch
15. Januar 2011
Die Spatzen pfiffen es ja schon von den Dächern, jetzt ist es offiziell: Die bisherige Crew vom Froschkönig in der Weisestraße wird sich in Kürze zurückziehen. Soweit die schlechte Nachricht. Man kann nur danken für die vielen Jahre, in denen sie es mit ihrem Treiben verstanden, dem Kiez eine besondere Kultur zu bieten, die nicht aufgesetzt oder abgehoben wirkte.
Die gute Nachricht: Der Froschkönig wird mit ähnlichem Konzept weiter bestehen. Das Team der Langen Nacht übernimmt. Das freute mich ja wirklich zu hören. Nicht auszudenken, wenn der Laden irgendwelchen Hippstern in die Hände gefallen wäre, die in der Weserstraße nichts mehr finden und nun hierher ausweichen.
Wortreich
5. Januar 2011
Die geschätzte Anna Zielona liest im Froschkönig ihre Kurzgeschichten vor. Kommt vorbei, denn da werdet ihr nicht dümmer von. Die Veranstaltung fällt leider aus.
Zurücktreten bitte!
3. Januar 2011
Ich bin ja – zum Glück – nicht auf die S-Bahn angewiesen und kann meine üblichen Wege meist auf die BVG beschränken. Mir tun aber inzwischen alle leid, denen es anders geht. Nur noch 200 der vertraglich zugesicherten 562 Züge fahren, statt der üblichen 1.100 Wagen sind lediglich 426 unterwegs.
Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich. Erst kürzlich wurde es für einen Rollstuhlfahrer lebensbedrohlich, als er am S-Bahnhof Hermannstraße laut Augenzeugenbericht von Jörg durch das Gedränge vom Bahnsteig aufs Gleis stürzte. Hier war es eher Glück, dass gerade selten ein Zug kommt.
Die S-Bahn gibt natürlich dem Wetter Schuld. Als ob es etwas ungewöhnliches ist, dass es im Winter schneit. Offenbar hofft man schlicht, dass die Berliner arg vergesslich sind und nicht mehr wissen, dass es seit Sommer 2009 keinen Normalbetrieb mehr gibt. Alles wurde kaputtgespart, um die Bahn für ihren Börsengang aufzuhübschen. Damit die Gelder noch stärker sprudeln werden nun zwar weniger Züge eingesetzt, dafür aber die Ticketpreise pünktlich zum Jahreswechsel erhöht. Dreister geht es ja nun kaum noch.
“Die Bundesregierung nimmt die Krise nicht ernst und steuert auch nicht entgegen”, schilderte der Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg Hans-Werner Franz der ‘Berliner Zeitung‘. Er forderte die Bahn auf, mehr Personal einzustellen, die Werkstattkapazitäten zu erhöhen und die Informationen für die Fahrgäste zu verbessern.
Dem kann man sich anschließen. Ebenso der Forderung von Jörg, dass Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer als politisch Verantwortliche, die lieber das Mediaspree-Projekt und den Ausbau der A100 vorantreibt, statt das S-Bahn-Problem zu lösen, zurückzutreten hat.
Geschafft
1. Januar 2011
Damit wäre das Jahr nun also geschafft. Es machen ja alle gern große Jahresrückblicke. Das verkneife ich mir an dieser Stelle aber mal, da 2010 dem nicht so recht würdig ist. Ich drücke lieber die Daumen, dass das neue Jahr sich mehr Mühe gibt. Euch allen also ein gesundes und spannendes 2011!
