Sperrmüll-Deko

29. Januar 2010

Wenn man sich schonmal aus dem Kiez rauswagt, weiß man anschließend, was man derzeit noch an seiner direkten Umgebung hat. So geschehen bei meinem Ausflug in die “Frühperle” in der Boddinstraße. Man kann sich dort wohl fühlen – wenn man es gewohnt ist, in Sperrmüll zu leben, und recht stattliche Preise für unterirdischen Service zu bezahlen.

Aber gut. Dem Publikum geht es wohl auch nicht um einen guten Kneipenbesuch, sondern eher um das Teilhaben an einem hippen Trend. Den hat Philip Meinhold in der ‘taz’ so gut auf den Punkt gebracht, dass man gar nichts mehr selbst schreiben braucht:

Multikulti ist gescheitert”, möchte man fast mit Bezirksboss Buschkowsky rufen, angesichts all der integrationsunwilligen Zugereisten aus Restdeutschland, Spanien und Amerika, die den Kiez nur als Kulisse für ihre Partys und ihr Palavern begreifen.

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