Solidarität mit Tekel-Arbeitern
28. Februar 2010
Am Hermannplatz startete heute eine Solidaritätsdemo für die Beschäftigten des türkischen Tabak-Konzerns Tekel. Dieser wurde privatisiert, es gab tausende Entlassungen und die weiterhin beschäftigten Arbeiter sollen deutlich schlechter entlohnt werden.
Deshalb organisierten sie zum Jahresbeginn einen Streik und wollten für zwei Tage in Ankara protestieren. Dort angekommen erfolgten Angriffe durch die Polizei. Die Arbeiter entschieden sich daher, nicht nur zwei Tage, sondern dauerhaft dort zu bleiben, bis ihre Anliegen geklärt sind. Seitdem leben deshalb über 1.500 Protestierende in einer Zeltstadt in Ankara.

Der anfängliche Regen wurde erfolgreich vertrieben und der Demozug setzte sich Richtung Kotti in Bewegung. Ein buntes Treiben von türkisch- und kurdischstämmigen Neuköllnern, verschiedenen Organisationen aus Deutschland und eine Reihe von Leuten, denen die Solidarität einfach so ein Anliegen war – immerhin war allen irgendwie klar: Es geht nicht nur um die Tekel-Arbeiter, sondern um unser aller Lebenslage.

Mehr Infos: Aufruf zur Demo – Sammlung einiger Videos – Hintergrund und Spendenaufruf der DIDF
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