Prima Klima
14. Juli 2010
Der ‘Tagesspiegel‘ hat mal eine nette Geschichte zu den “Klimaanlagen” der Stadt und den Kaltluftschneisen, die nachts kühlere Luft in die aufgeheizten Wohngebiete bringen.
Nachts steigt über dem Häusermeer die heiße und dadurch leichte Luft auf wie über einem Ofen. Dadurch entsteht ein Sog, der die schwerere Luft aus kühleren Gefilden in die Innenstadt zieht. Große Grünflächen wie Tiergarten oder Tempelhofer Park seien effektive Kaltluftproduzenten, sagt der Meteorologe Wolfgang Bivour vom DWD in Potsdam.
Wie stark der Abkühlungseffekt sein kann, lässt sich gut nachvollziehen, wenn man einmal den Abend eines warmen Tages auf dem Tempelhofer Feld verbrachte. Nach Sonnenuntergang wird es da durchaus mal recht schnell frisch. Verlässt man das Gelände und geht in den Kiez, spürt man auf wenigen Metern Wegstrecke einen recht ordentlichen Temperaturanstieg. Gut, wenn die kühle Luft dann in der Nacht da ist und langsam in die Wohngebiete sickert. Das Tempelhofer Feld zubauen ist daher fatal, denn:
Klimaforscher rechnen für Berlin im Jahresmittel mit etwa 2,5 Grad Temperaturerhöhung.
Das bedeutet vor allem noch heißere Sommer. Kommt dann nicht regelmäßig kühlere Luft nach, wird das unerträglich.
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