Neuköllns braune Flecken
19. August 2010
Die ‘Zeit’ hat sich in ihrem Störungsmelder-Blog mal mit dem Nazi-Problem in Neukölln befasst und recht treffend erkannt:
Erst waren es die Meldungen rund um die Rütli-Schule, dann die angeblich grasierende Jugendkriminalität und die hohe Arbeitslosigkeit. Dieser Tage müsste eigentlich viel über Nazis in Neukölln geschrieben werden. Schlagzeilen? Fehlanzeige!
Gut, dass das mal überregional thematisiert wird. Von offizieller Seite kam da bisher ja noch nichts. Im Gegenteil – so einiges, was Buschkowsky von sich gibt, dürfte eher noch Wasser auf die Mühlen sein – auch wenn es sicherlich nicht beabsichtigt ist. Allerdings sollte man schon überlegen, ob man gerade in einer Zeit, in der sich Neonazis immer breiter machen, bestimmte Dinge breit thematisiert. Zumal es offenbar immer noch kein Konzept gibt, wie man verhindern kann, dass sich die NPD regelmäßig für Veranstaltungen in Räumlichkeiten des Bezirks einmietet.
So zieht auch die Zeit das Fazit:
Nicht zuletzt die unsägliche Debatte um den “Extremismusbegriff” hat zu einer gefährlichen diskursiven Gleichmacherei von Rechtsextremismus und so genanntem Linksextremismus geführt – Wasser auf die Mühlen der Rechten und Kriminalisierung antifaschistischen Engagements. Verkehrte Welt. Zeit für ein starkes Zeichen gegen Rechts.
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