Post bis zum Dach
8. April 2009
Dachwohnungen haben sicher ihre Vorteile. Aber sie sind eben auch verdammt hoch. Wenn es keinen Fahrstuhl gibt, wie es in den meisten typischen Berliner Altbauten der Fall ist, weiß man, was man hinter sich hat, wenn man mit schweren Beinen oben ankommt. Ich vermeide es deshalb inzwischen, in die oberen Etagen zu ziehen.
Wirklich schlimm trifft es in dieser Beziehung aber die Postfrau, die unter anderem für unser Haus hier zuständig ist. Es gibt keine Briefkästen hinter der Haustür, wie es vielerorts üblich ist. Sie muss also immer an jede Wohnungstür – und dies sicher auch in anderen Häusern. Als das Haus renoviert wurde, hoffte sie schon, dass unten auch Briefkästen angebracht werden. Aber Pustekuchen. “Wenn der Vermieter das halt nicht will, was soll man machen”, sagte sie mir.
Nun weiß ich aus erster Hand auch, wie stark die Belastung von Postboten in letzter Zeit gestiegen ist. Die Zustellbezirke sind inzwischen deutlich größer als noch vor zehn Jahren und der Arbeitsdruck entsprechend hoch. Es wäre also durchaus sinnvoll, mit den Nachbarn zu beraten, ob man sich nicht mal gemeinsam bei der Hausverwaltung für unsere Postbotin einsetzt. Ist vorgemerkt!
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