Capture the Flag?
1. Juli 2010
“Für die Faschisten sind wir Ausländer und für die Autonomen…” – Bassal hält inne und denkt nach – “keene Ahnung watt”.
‘Der Spiegel‘ über eine Geschichte, wie sie wohl genau so in Neukölln passieren muss: Da halten jetzt Migranten mit libanesischen Wurzeln in der Sonnenallee Wache, damit ihnen die Autonomen nicht die WM-Deutschland-Fahne über ihrem Elektroladen abreißen. Ganz großes Kino!
Vermisst
1. Juli 2010
Wie gesagt, weiter zu den wichtigen Dingen. Frau Heisig ist weg. Also jene Jugendrichterin, die das “Neuköllner Modell” entwickelte. Dabei geht es darum, jugendliche Straftäter im Eilverfahren abzuurteilen. Seit gestern Abend gibt es eine groß angelegte Suchaktion durch die Polizei. Näheres gibts beim ‘Stern‘.
Update: Inzwischen ist klar, dass sich die Richterin das Leben genommen hat – wohl eine Folge ihrer Erkrankung an Depressionen.
Ein paar Sachen
1. Juli 2010
An erster Stelle erstmal ein Dankeschön an die edlen Spender, die dieses Blog über Flattr mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedacht haben. Die ersten Tage, in denen ich den Dienst nun nutze, brachten 96 Cent ein. Das klingt nicht viel, ist aber schon mehr, als in allen Versuchen, die Hosting-Kosten über Werbung auszugleichen. Und ich gehe davon aus, dass es auch noch etwas mehr wird, wenn wieder mehr Zeit meinerseits zum Schreiben ist und Flattr insgesamt mehr Nutzer bekommt. Geht es weiter wie bisher, wären ja zumindest schonmal die jährlichen Domaingebühren locker wieder drin.
Zwei Tage spielfrei bedeuten außerdem, auch während einer WM mal schnell Zeit für etwas anderes zu finden. So ist es möglich, mal schnell eine Bundespräsidenten-Wahl zwischenzuschieben oder eben auch etwas wichtigeres, wie eine Stadtteilversammlung. Diese findet heute Abend um 8 Uhr in der Langen Nacht statt. Mal schauen was rauskommt.
Vielleicht erfährt man da auch Näheres zum anstehenden Weisestraßenfest im August. Das würde ich ja gern in irgendeiner Form unterstützen bzw. das Schillerkiezblog daran teilnehmen lassen. Leider war noch keine Zeit, ein Vorbereitungstreffen zu besuchen (Montage sind mal so richtig ungünstig).
Soweit mal ein kleiner Zwischenüberblick. Weiter geht’s mit wichtigen Dingen. ;)
Der Tag
23. Juni 2010
Ein großer Tag für Neukölln. Deutschland gewinnt und der Türke schießt das Tor. Alle glücklich.
Burger auf türkisch
20. Juni 2010
Heute mal wieder ein kulinarischer Tipp. An der Einmündung der Mahlower Straße in die Hermannstraße steht ein kleines Imbiss-Häuschen namens “Mc Köfte”. Die Betreiber locken ihre Kunden mit dem Motto: “Einmal gegessen, nie mehr vergessen.” Das klingt hochtrabend, ist aber gar nicht so weit von der Realität entfernt – zumindest was die bisherigen Tests angeht.
Das Angebot besteht im Wesentlichen aus den Ergebnissen dessen, was eben herauskommt, wenn man versucht, türkische Helal-Esstradition in US-amerikanische Formate zu pressen. So steht neben herkömmlichen Burgern auch Sucuk mit Käse im Toast auf der Speisekarte. Das zentrale Hausgericht ist aber der “Köfte Burger”, der mit einem Burger eigentlich nur soviel zu tun hat, als dass diverse Zutaten zwischen die Hälften eines Bäckereiproduktes getan werden. Statt dem üblichen Milchbrötchen wird hier aber ein kleines türkisches Weißbrot mit reichlich Köfte und Gemüse gefüllt. Das ist deutlich mehr als eine Mahlzeit gegen den kleinen Hunger zwischendurch und wird von den freundlichen Betreibern gegen ein vergleichsweise geringes Entgeld von 3 Euro abgegeben.
KMS wird zur Großbaustelle
15. Juni 2010
Eines der wohl größten Bauprojekte Neuköllns hat begonnen: Der Umbau der Karl-Marx-Straße. Gestern erfolgte der erste Spatenstich im südlichen Teil. Erst in zehn Jahren wird das gesamte Projekt mit der Umgestaltung des Hermannplatzes abgeschlossen.
Die Straße wird gemäß der Planungen komplett zweispurig. Der so gewonnene Platz wird unter anderem genutzt, um einen separaten Fahrradstreifen anzulegen. Außerdem werden die Fußwege begrünt und mit Sitzbänken ausgestattet. Parallel wird der U-Bahn-Schacht saniert.
Also heißt es jetzt für einige Jahre, tapfer zu sein. Notwendig ist das Bauprojekt aber allemal. Die aktuellen Zustände sind – vor allem, was den Verkehr angeht – kaum tragbar. Zumindest, wenn man als Fahrradfahrer unterwegs ist.
Nachlese
13. Juni 2010
Die “Salon A”-Reihe, in der Datum-Herausgeber Klaus Stimeder uns allerlei rund um Österreich näher brachte, ist zu Ende gegangen. Für alle, die nicht dabei waren, etwas verpasst haben oder wegen des dritten Begrüßungsschnapserls nicht mehr alles mitbekommen haben, gibt es jetzt eine komplette Nachlese mit den Videos aller Abende und einigem an Bonus-Material.
Glut
11. Juni 2010
Noch vor wenigen Tagen war aller Orten ein Grummeln wegen des kühlen und verregneten Mais zu vernehmen. Jetzt wird nicht weniger darüber gestöhnt, dass der Sommer sich urplötzlich mit voller Wucht ins Geschehen drängt. Es sollte dabei aber nicht vergessen werden, dass uns dies auch die wohl schönsten Abende des Jahres beschert.
Auf dem Tempelhofer Feld lässt sich die Belastung der Tageshitze binnen kürzester Zeit abstreifen – eine Gelegenheit, die von Tausenden genutzt wird. Die Weite des Geländes sorgt allerdings dafür, dass man nach Bedarf trotzdem unter sich bleiben kann. Das ist für eine Millionen-Stadt wohl einmalig. Und mit etwas Glück, erfreut trotz des frischen Schnitts der Wiesen die eine oder andere Blüte den Blick.
Flattern
6. Juni 2010
Bloggen kostet Geld. Neben der Servermiete kam zuletzt einiges an Technik hinzu: Fotokamera, Videokamera und ein Audiorecorder zum Podcasten. Aber es ist ja völlig normal, das man in sein Hobby investiert. Das macht man ja auch, wenn man eine Modelleisenbahn oder eine Briefmarkensammlung hat. Es ist aber auch nicht verkehrt, wenn hin und wieder mal ein bisschen was zurückkommt. Bisher gab es dafür eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Werbung oder Spenden. Allerdings sind die Nutzerzahlen bei einer Seite wie dem Schillerkiezblog zu gering, als dass Werbung mehr als einige Cent bringt. Und die Summen, die jemand bereit ist zu spenden, sind zu gering, als das sich eine Überweisung oder so etwas lohnen würde.
Aber nun gibt es ja Flattr. Jeder kann sich da anmelden und festlegen, wieviel ihm kostenlose Angebote im Monat wert sind (ab 2 Euro aufwärts). Trifft man dann auf Blog-Beiträge oder ähnliches, die man mag, genügt ein Klick auf den Flattr-Button. Am Monatsende wird dann das festgelegte Budget gleichmäßig an alle verteilt, denen ein Klick gespendet wurde. Oder wie es Holgi kurz und treffend ausdrückte: “Das was ich monatlich an Flattr zahle, ist mein Beitrags Fürs Internet.” Also meldet euch an. Dann könnt ihr gern auch hier hin und wieder mal auf den neu hinzugekommenen Flattr-Button klicken. Danke schonmal.



